Saudi-Araberin an Spitze der Börse in Riad

Frauen finden vermehrt ihren Platz in Führungspositionen – Eine Schlagzeile die sowohl für Deutschland, als auch für Saudi-Arabien von Bedeutung ist.

In Saudi-Arabien jedoch, ist dies nicht nur eine Schlagzeile, sondern ein signifikanter Hinweis auf einen fundamentalen Wandel im Land. Während Deutschland jedoch bereits in rasantem Tempo über Jahrzehnte hinweg an diesem Kernstück seiner Gesellschaft arbeitet, hat Saudi-Arabien noch nicht einmal 10 Jahre an Entwicklungsarbeit auf diesem Gebiet hinter sich.

Sarah al Suhaimi ist nun eine der prominentesten Stimmen dieses neuen Trends. Sie ist Chefin der saudischen Börse (Tadawul) und erklärt: „In kurzer Zeit haben wir einen langen Weg zurückgelegt, allein seit dem Jahr 2001.“ Suhaimi, die ein Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Bestnote abgeschlossen hat, begann zunächst in der Investmentabteilung der Saudi American Bank ihre Karriere in der saudi-arabischen Finanzwelt. Was früher ungewöhnlich war, ist heute längst Normalität. „Wenn heute eine Stelle ausgeschrieben wird, bewerben sich gleich viele Männer und Frauen, vor allem im Finanzwesen.“

Auch an der Universität hat sich das Verhältnis von Frauen und Männern verändert. „Das ist ein Wandel in sehr kurzer Zeit, wenn man bedenkt, dass die Schuldbildung für Mädchen erst in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts eingeführt worden ist.“, so Suhaimi in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung weiter. Frauen stellen heute den überwiegenden Anteil an Uni-Absolventen dar mit 55 Prozent.

Suhaimi ist dabei dankbar für die Unterstützung durch ihre Familie, welche sie stets dazu ermunterte zu arbeiten und sich durchzusetzen. Entgegen dem allgemeinen Vorurteil, dass saudi-arabische Frauen die Zustimmung eines männliches Vormundes benötigen würden, um zu arbeiten. „Ein solches Gesetz gibt es nicht.“, so Suhaimi.

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